PZL M18A Dromedar 1/48 von Jürgen Lachmann

Hersteller: IBG-Polen-Warschau

Maßstab: 1:48

Zusatzteile: Motor-IBG/3D Druck

Lackiermasken für Kabine innen und außen

Abziehbilder Interflug: Modellbaufirma LEBEN-Heidenau

Farben: Taymia

Ich habe mir vorgenommen aus der M18B eine M18A der Interflug zu bauen.

Nach öffnen des Kartons stehen zum Bauen 10 Rahmen und 2 Rahmen mit

Klarsichtteilen zur Verfügung.

Nach einer ersten Sichtung wird klar, dass hier auch Bauteile für die M18A

vorhanden sind. Doppelt vorhanden sind: Seitenruder, Heckfahrwerk, Ladebucht,

Ladeklappe.

Im Vergleich mit Bildern aus dem Internet und dem Buch „Flugzeuge der DDR“ Band

3 ist zu erkennen, dass einige Dinge auch selbst gemacht werden müssen.

Die Endkappen der Höhenruder sind zu groß und müssen um ca.3mm eingekürzt

werden. Charakteristisch für die DDR-M18A ist der zusätzliche Fußeintritt auf der

linken Rumpfseite für den Mechaniker. Hierzu habe ich ein passendes Decal

verwendet, da dieser bei geöffneter Pilotentür etwas verdeckt ist.

Weitere konstruktive Änderungen bestehen in der auf 48 Sprühdüsen verkürzte

Sprühbalken, der hier bis zum Ende der Landeklappen geht. Alle anderen Teile der

Transland-Sprühanlage der M18B sind wegzulassen.

Selbst angefertigt habe ich aus Draht die Haltegriffe am Rumpf, da die

Photoäzteile nicht brauchbar sind. Zusätzlich auch die Türgriffe an den drei

Einstiegstüren. Der vom Leitwerk zur Kabine verlaufende Draht ist keine Antenne,

sondern ein Abweiser gegen elektrische Leitungen oder ähnliches, deshalb etwas

robuster ausführen.

Beim Zusammenbau ist zu beachten, dass die Aufhängung der Querruder viel zu

schwach ausgeführt ist. Diese habe ich erneuert mit 1mm Rundmaterial. Beim

Verarbeiten der Decals in der Kabine muss sehr genau gearbeitet werden, da hier

alles sehr gut einsehbar ist. Gut wären hier Decals als 3D Druck.

Für mich war der 3D Druck -Motor ein unbedingtes muss. Der 9-Zylinder Sternmotor

ist ein kleines Modell im Modell, freiligend und mit Details die der beiliegende Motor

niemals hergeben würde.

Sehr gut gemacht durch IBG ist auch die Aufnahme der Tragflächen durch einen

Zusatzteil im Rumpf durch zwei Längsspanten mit Führung in der TF. Beim

Zusammenbau der drei Rumpfhälften ist ein wenig Nacharbeit notwendig. Alles

andere passt gut zusammen.

Die schwarz lackieren Kleinteile wurden erst nach Abschluss aller Arbeiten angebaut.

Wie bei mir üblich habe ich die Hauptfahrwerksräder auf warmer Herdplatte als

belastete Reifen geformt.

Lackiert wurde das Modell in Gelb,Taymia XF-3, mit einigen Tropfen Rot. Der untere

Rumpf wird in schwarz lackiert, da dieser Teil beim Original aus Stahlblech besteht.

Die Decals aus Heidenau lassen sich sehr gut verarbeiten und waren auch fest

genug, um sich in die Wellblechsignatur einzulegen.

Zum Abschluss einige Alterungen mit Wasserfarben und Pigmenten.

Ein schönes Modell meiner DDR- und Interflug -Modelle in 1:48 und 1:72.

Die Kombination aus außergewöhnlichem Vorbild, exzellenter Spritzgussqualität und

guter Montage macht diesen Bausatz zu einer uneingeschränkten Empfehlung.