Dieses Jahr ging es für den EPMC nur mit kleiner Mannschaft nach Moson. Nur zwei Clubmitglieder machten sich auf den Weg: Thomas und ich. Am Donnerstagmorgen ging es los. Die Fahrt führte wie immer durch vier Länder mit den üblichen Staus in Prag und Brno. Am späten Nachmittag kamen wir in Moson an. Erst mal Zimmer beziehen, dann Einkauf von Verpflegung. Den Abend ließen wir dann gemütlich mit Würstchen und Grillfleisch ausklingen.
Am Freitag ist ja immer Besichtigungstag. Dieses Jahr hatten wir uns die Festung in Komarom ausgesucht. Diese befindet sich ca. 80 km Donauabwärts. Genau genommen gibt es in Komarom drei Festungen – wenn man das slowakische Komarno auf der anderen Seite der Donau mitzählt, sogar vier. Irgendjemand wollte den Donauübergang wirklich absichern. Für uns ging es in die größte Festung auf der ungarischen Seite. Von außen sieht die Festung eher unscheinbar aus – nur ein paar Hügel und Wälle… Die eigentlichen Festungsanlagen sind in die Erde eingegraben und man kann kilometerweit durch mehr oder weniger dunkle Gänge gehen. Überall tun sich Schießscharten und Geschützstellungen auf, von denen aus die Angreifer in den Festungsgräben aus allen Richtungen unter Feuer genommen werden konnten. Einige der Bereiche waren ausgestaltet mit Szenen aus den verschiedenen Nutzungsphasen der Festung. Anderes war einfach nur leerer Raum, der eine gute Vorstellung von den Dimensionen der Anlage vermittelt.
Zurück in Moson ging es dann am späten Nachmittag an den Aufbau des Clubtisches und das Einreichen der Modelle in den Wettbewerb. Ich hatte vier Modelle in vier Kategorien gemeldet. Bei den ersten drei ging es gut. Beim Auspacken des Vierten Modells (Nutzfahrzeug) passierte dann das Unglück: mit dem Modell am Rand der Kiste hängen geblieben – das Modell knallt auf den Tisch und zerlegt sich in seine Komponenten: Zwei Räder ab und die Ladefläche war auch nicht her dran… Also zurück auf die Tribüne und Reparaturarbeiten angefangen. Thomas hatte eine Lupenlampe für mich, ich hatte Werkzeug und Sekundenkleber. Nach einer halben Stunde stand das Fahrzeug wieder auf seinen Rädern und alle losen Teile waren wieder fest. Was fehlte, war jetzt noch etwas dunkelgraue Farbe, um die Klebestellen zu kaschieren. Zum Glück hatten einige der angereisten Händler schon offen und so bin ich nun stolzer Besitzer eines Spezial-Farbstiftes…
Abends ging es dann noch ins Traditionslokal mit traditioneller ungarischer Kost.
Am Sonnabend wurde erst mal der Stand inspiziert und dann auf die erste Shoppingrunde des Tages gegangen. Die Erfahrung lehrt: bei einigen Händlern muss man früh dran sein, wenn man etwas Bestimmtes sucht. Es ist uns aber gut gelungen, vieles von dem, was ich kaufen wollte, war zu finden. Die Eduard Vorbestellung war auch abgeholt und dann ging es zur ersten Inspektion der Modelle. Dann Mittagessen und dann wieder Wechsel von Modellschau und Shopping. Abends ging es wieder ins Traditionslokal. Ams Sonntagvormittag wurde dann die Kamera gegriffen und alles fotografiert, was einem so am Tag davor aufgefallen ist. Noch die letzten Besorgungen machen und ab halb zwei wird abgebaut. Nachdem alles wieder im Auto verstaut war, ging es zu Siegerehrung. Die zog sich wie gewohnt in die Länge. Gefühlt gibt es jedes Jahr mehr Kategorien (dieses Jahr 94) und jede will bedacht sein. Wenn ich nicht einige Modelle im Wettbewerb gehabt hätte, hätte ich den Nachmittag wohl anders verbracht. Das Warten hat sich leider nicht gelohnt und in allen vier Kategorien ging ich leer aus…
Am Montagmorgen ging es dann zurück und gegen sechs waren wir wieder sicher zuhause. MS





























































